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RICHTIGSTELLUNG: UniSPIEGEL 5/2013 – Der Radikalforscher

Der am 14. Oktober 2013 im UniSPIEGEL erschienene Artikel „Der Radikalforscher“ bezieht sich auf ein ökonomisches Verhaltensexperiment, das Professor Armin Falk zusammen mit Professor Nora Szech durchgeführt hat.


In diesem Artikel fehlen wichtige Informationen zum Verständnis und zur ethischen Bewertung des Experiments: Es ist KEINE EINZIGE MAUS aufgrund dieses Experiments gestorben.


Die Ausgangssituation für die Mäuse stellte sich wie folgt dar: Weltweit werden – unabhängig von diesem Experiment – Mäuse in Laboren für wissenschaftliche Zwecke gezüchtet. Aus verschiedenen Gründen ist es möglich, dass diese Mäuse für die dortige Forschung nicht weiter eingesetzt werden können. In diesem Fall spricht man von „überzähligen“ Tieren. Es ist in diesen Laboren eine Standardmaßnahme, sie mit Kohlendioxid zu euthanasieren. Dieses Vorgehen ist konform mit dem Tierschutzgesetz.


Um solche „überzähligen“ Mäuse ging es in dem Experiment von Professor Falk. Für jeden Studienteilnehmer, der sich entschlossen hatte, seine ihm anvertraute Maus nicht zu töten, wurde ein derartiges Tier freigekauft. Dies umfasste insgesamt mehrere hundert Mäuse. Entschied sich ein Studienteilnehmer dagegen, seine Maus zu töten, reduzierte sich nur die Zahl der freigekauften Mäuse.


Die so geretteten Tiere leben unter bestmöglichen Laborbedingungen und medizinischer Versorgung weiter.


Anstatt wie im UniSPIEGEL dargestellt, Mäuse aktiv zu töten, wurden viele Tiere als Ergebnis des Experiments vor einem ihnen sicheren Tod bewahrt. Es wurden „überzählige“ Mäuse freigekauft, die anderweitig und vollkommen unabhängig vom Experiment euthanasiert worden wären.


Link zur ursprünglichen Pressemitteilung der Universität:www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/099-2013

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